Mentale Gesundheitspflege  
Prävention und mehr...

Ist die Phobie Furcht oder Angst?

Es ist nicht der Tapferste, der sich nie gefürchtet hat, sondern der die Furcht überwunden hat. (Sprichwort)

Beide Emotionen werden als Schutzmechanismus gesehen und sind in gesundem Maß sehr wichtig. Ist die Furcht übermäßig groß, bei objektiv gesehenen harmlosen Objekten oder Situationen wird sie als Phobie bezeichnet. Das ist das griechische Wort für Angst. Flucht oder Kampfbereitschaft wird aktiviert. Auch wenn die unbegründete Angst als solche identifiziert wird, erscheint die Überwindung unmöglich. Die Situationen und Objekte werden gemieden und somit wird die Phobie weiter genährt. Wirkt man der Angst nicht entgegen (z.B. Zahnarztbehandlung, Spritzen, Krankenhausaufenthalte, Flugangst oder soziale Ängste) besteht die Gefahr der Generalisierung.  

          Arachnophobie / Spinnenangst

Die Spinnenangst beeinträchtigt beispielsweise das alltägliche Leben nicht so stark. Bezieht sich die Angst jedoch auf Situationen oder Objekte die uns im Leben öfters begegnen, büßen wir an Lebensqualität ein. Wann ist es sinnvoll einzugreifen und die durch das Vermeidungsverhalten genährte Symptomatik stoppen?

Wie können Sie diese Aufwärtsspirale der Angst entgegenwirken? Gemeinsam gehen wir auf Forschungsreise in die Zeit wo der Grundstein für die Reaktionskette gelegt worden ist und schlagen eine neue Richtung ein. Wir arbeiten emotional und mental.

Sie lernen Strategien wie Sie während einer Angstattacke vorgehen können, um gedanklich das Ruder im Griff zu behalten und die körperliche Reaktionen zu beeinflussen, so dass die Angstsymptomatik mit der Zeit abnehmen kann, bis der Reiz-Reaktionsmechanismus verblasst. Das wird zunächst in mentaler Projektion trainiert. Mit visueller Reizkonfrontation (Biofeedback) wird der Prozess verstärkt. Hat die Symptomatik das gewünschte niedrige Level erreicht, können wir die reale Konfrontation durchführen. Ihr wichtigstes Instrument ist der Entspannungsanker. Der sich bei jedem Anwenden immer mehr verfestigt. Wir können nicht gleichzeitig entspannt sein und Angst (Stress) haben.  Bei der Entspannung aktivieren wir bewusst die Parasympathikusfunktion, der für eine niedrige Herzfrequenz, Blutdruck usw. verantwortlich ist. Wir hebeln somit bewusst die Funktion des Sympathikus aus, der als Gegenspieler für die Stresssymptomatik sorgt.  Der unseren Körper auf Kampf, Flucht vorbereitet oder erstarren lässt.